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Kategorie: Mehr eC-Wissen für Autohäuser

(12.07.07)

Deutsche Auto-Onlineportale wehren sich gegen Betrugsvorwürfe

 

Laut dem Bundesverband freier Kfz-Händler kommt es auf den großen deutschen Autoportalen wie Mobile.de oder Autoscout24.de zunehmend zu "einer Internetverseuchung". Der Verband behauptet, dass bereits jedes fünfte Auto-Angebot auf einschägigen Portalen faul sei. Die angesprochenen Online-Anbieter wollen von diesen Vorwürfen allerdings nichts wissen.

Verband: Betrugsfälle beim Online-Autohändler nehmen zu Laut einem Artikel des Focus warnt der der Bundesverband freier KFZ- Händler Internetnutzer davor, über Online-Auto-Portale einen Wagen zu kaufen. Geschäftsführer Ansgar Klein argumentiert gegenüber dem Focus: "Das Netz bietet Gaunern die Möglichkeit, zigtausende Interessenten im Schutz der Anonymität zu kontaktieren."

Seiner Einschätzung nach sind etwa "20 Prozent der Angebote bei einschlägigen Internet-Portalen faul". Klein stützt seine These darauf, dass nach einer Schätzung der Kriminalpolizei München Online-Betrüger binnen zwei Jahren einen Schaden in Höhe von 15 Millionen Euro verursacht haben sollen. Laut BVfK-Chef Klein besteht daher "ein erheblicher Handlungsbedarf, um der beklagten Internetverseuchung Einhalt zu bieten".

Die großen deutschen KFZ-Onlineportale reagieren geschockt auf die Äußerungen des BVfK. Dass bei rund jedem fünften Angebot auf seinem Portal etwas nicht stimmen soll, streitet etwa Autoscout24 vehement ab. "Tatsächliche Betrugsversuche auf unserer Plattform bewegen sich im Promille-Bereich", verteidigt sich Autoscout24-Sprecher Enrico Beltz.

Auch Christiane Thrun von Webmobile24 echauffiert sich: "Ein Betrugsfall kommt zwar schon mal vor. Aber dass 20 Prozent aller Angebote Problemfälle sind, ist viel zu hoch gegriffen." So eine hohe Anzahl an Betrugsfällen könne sich Webmobile24.de "gar nicht leisten".

Peter F. Schmid , Geschäftsführer der Ebay-Tochter mobile.de ist der Meinung, dass Geschäfte im Internet nicht gefährlicher oder ungefährlicher sind als über andere Wege. "Letztlich gelten überall die gleichen Regeln: Wer jedes Angebot gründlich prüft und auf ein verdächtiges Verhalten des Geschäftspartners mit Vorsicht reagiert, ist auf der sicheren Seite." Auch bei Internet-Fahrzeugmärkten gelte daher, jedes noch so verlockende Schnäppchen-Angebot zunächst mit gesundem Menschenverstand zu prüfen.

BVfK-Geschäftsführer Klein verlangt von den Portalanbietern trotzdem, dass sie weitere Schutzmaßnahmen für die Verbraucher anbieten. So will Klein unter anderem erreichen, dass Händler auf den Portalen all ihre vollständige Anschrift angeben müssen. Die Portalanbieter wiederum halten solche Maßnahmen für nicht erforderlich. Autoscout24-Sprecher Beltz: "Händler müssen bei uns Adressen angeben, aber uns ist es egal, ob ein Händler nun alle fünf oder eben nur eine Adresse auf unserem Portal veröffentlicht".

Und laut Webmobile24-Sprecherin Thrun werden auf dem Autoportal ohnehin sämtliche Anzeigen automatisch auf verdächtige Hinweise untersucht und gefiltert. Zusätzlich können Plattformbesucher verdächtige Inserate melden und anzeigen. Thrun: "Bei 650.000 Fahrzeugen sind wir auch auf Hilfe von außen angewiesen." (SUR)

 






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